Da zwickt der Muskelkater

Der dritte und letzte Teil der dreiteiligen Kurs-Reihe "Start ins Spring- und Vielseitigkeitsreiten" bei Karen Krause fiel auf den Start der Sommerferien. Obwohl sich Teilnehmer angemeldet hatten, die bei den ersten beiden Kurs-Teilen nicht dabei waren, war die Teilnehmerzahl geringer als bei den ersten beiden Teilen. Neben neuen Zweibeinern holte sich bei schwülem Sommer-Wetter auch ein neuer Vierbeiner einen ordentlichen Muskelkater.

Etwa eine Stunde war für jede Kleingruppe auch beim dritten Teil der Kurs-Reihe "Start ins Spring- und Vielseitigkeitsreiten" angesetzt - und das war bei der herrschenden Hitze locker genug, damit sowohl Pferde als auch Reiter am Ende ziemlich müde waren. Natürlich nahm Kursleiterin und Tierheilpraktikerin Karen Krause Rücksicht auf das Wetter und den körperlichen Zustand von Zwei- und Vierbeinern, trotzdem springen unsere Schulpferde ja nicht regelmäßig - und deshalb merkte man ihnen auch recht schnell an, dass der Muskelkater doch schon ein wenig zu zwicken begann.

 

Während bei den ersten beiden Kurs-Teilen die Gruppen aus jeweils vier Reitern bestanden und wir in Absprache mit Karen die eigentlich angesetzten 60 Minuten pro Gruppe großzügig auf 75 Minuten erweitert hatten, war diese Kursdauer diesmal für die meist nur mit drei Reitern besetzten Gruppen fast schon ein wenig zu lang - trotz vieler Pausen und dem einen oder anderen Parcours-Umbau zwischendurch, um es den Pferden und den Reitern mitten im plötzlichen Hochsommer ein wenig leichter zu machen.

 

Karen hatte für die Gruppen nämlich einen wirklich anspruchsvollen Parcours zusammengestellt - besonders natürlich für Reiter, die den Kurs tatsächlich dafür nutzten, erste Erfahrungen im Springreiten zu machen, und die in ihrer dritten Springstunde schon mit In-Out-Sprüngen und einer dreifachen Kombination durch die Diagonale konfrontiert waren. Geübt wurde aber natürlich auch diesmal erst einmal wieder ganz in Ruhe mit am Boden liegenden Trabstangen und dann wurden die Hindernisse nach und nach aufgebaut - teilweise bis auf Cavaletti-Höhe. Je nachdem, wie fortgeschritten Pferd und Reiter waren, wurden die Sprünge dann aber nach und nach auch ein wenig höher.

 

Für alle, für die das noch zu viel war oder im Verlauf der Kurs-Stunde zu viel wurde - wegen des schon erwähnten Muskelkaters, der dann irgendwann aufkam - gab es individuelle Übungen, so dass jeder etwas aus dem Kurs mitnehmen konnte. Das galt natürlich auch für diejenigen, die nicht zum ersten Mal Hindernisse in der Halle stehen hatten: Fortgeschrittene Reiter hatten sich teilweise mit Pferden angemeldet, die selbst noch dazulernen müssen, oder nutzten den Kurs für eine Auffrischung nach einer Pause oder einfach als weiteres Training, um in Übung zu bleiben. Die Kurs-Reihe ist nämlich nicht nur für Einsteiger geeignet, sondern auch für Reiter mit Vorkenntnissen bzw. Teilnehmer, die schon im vergangenen Jahr an der Kurs-Reihe teilgenommen hatten, da Karen den Parcours individuell an jeden Reiter anpassen kann.

 

Wer also Spaß am Springreiten gefunden hat, kann sich durchaus überlegen, ob er im September noch einmal mit der Kurs-Reihe starten möchte - da geht es nämlich ein zweites Mal los. Vielleicht lohnt es sich ja, auch noch einmal mit einem anderen Pferd teilzunehmen - oder einfach an dem weiter zu üben, wo man in der vergangenen Kurs-Reihe aufgehört hatte. Die ersten beiden Kurs-Teile sind in unserem Kursprogramm schon jetzt für die Anmeldung freigeschaltet.

 

Viele weitere Fotos vom Kurs gibt es auf unserer Facebook-Seite.

 

Mit Canella war auch diesmal wieder ein neues Pferd dabei - sie war erst wenig zuvor bei uns auf dem Wiesenhof eingezogen und zum Zeitpunkt des vorherigen Kurs-Teils noch nicht mal geplant. Wie immer bei neuen Pferden möchten wir aber natürlich auch mit ihr so viel wie möglich ausprobieren, um herauszufinden, wo ihre Stärken liegen, was noch geübt werden muss und wie wir sie künftig im Reitschul- und Therapiebetrieb einsetzen können. Da sie im Springen offensichtlich noch nicht so geübt ist, gab es für sie zum Beispiel eher kleine Hindernisse und größere Abstände und Pausen, damit sie immer wieder die Zeit hatte, sich auf die Stangen zu konzentrieren und zu lernen.

 

Die Höhe der Hindernisse ist - wenn die Pferde die entsprechende Muskulatur haben - letztendlich auch gar nicht ausschlaggebend, auch wenn natürlich auch in diesem Kurs wieder häufiger gefragt wurde, ob man vielleicht auch mal ein wenig höher springen dürfe. Wichtig sind vor allem der richtige Weg, für den der Reiter sorgen muss, damit Abstände passen, die Pferde die Sprünge einschätzen können und alles gutgeht, und die richtige Technik - die Pferde bei einem niedrigen Hindernis genauso gut (und wenn nicht sogar besser) üben können wie bei einem hohen Hindernis. Bevor ein Parcours also höher gelegt wird, sollten Pferd und Reiter eigentlich jede Menge Übungsstunden absolviert haben - und dazu habe ihr, wie gesagt, ab September wieder die Chance. Alle Termine, auch für unsere anderen Kursthemen, findet ihr in unserem Kursprogramm

 

Anmelden könnt ihr euch natürlich auch noch für viele andere Kurse - zum Beispiel für den allerersten Termin bei uns mit Iris Kleber zum Thema "Bodenarbeit: Kommunikation am Boden" (bei dem ihr euch auch nur für den Theorieteil anmelden könnt, der ganz bequem von Zuhause aus als Online-Seminar angeboten wird), am 15. August könnt ihr als Einzelstunde oder Tageskurs ins "Trailreiten" hineinschnuppern und am 29. August dürfte ihr euch auf eine "Sitzschule nach Franklin mit Simulationen & Hanna-Somatics-Session (Weiterentwicklung der Feldenkrais-Methode)" freuen. Auch für viele weitere spannende Themen könnt ihr euch in unserem Kursprogramm anmelden.

 

Auch diesmal möchten wir uns bei unseren Vereinsmitgliedern bedanken - wie schön, dass ihr dabei wart! Danke an Angelina, Anna, Anna-Lena, Corinna, Florentine, Hannah, Janine, Josefine, Kristin, Linda und Vivien und vor allem an unsere großartigen Schulpferde Anoki (doppelt im Einsatz), Canella, Cattinca, Cesar, Emil, Riko (doppelt im Einsatz), Rueda (doppelt im Einsatz) und Vin - und natürlich auch an die beiden "Gast-Pferde" Charly und Mops. Und wie immer wieder ein dickes Dankeschön an Karen für den lehrreichen Unterricht und die vielen spannenden Erklärungen und Übungen!

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