Stimmungsvolle Weihnachtsfeier am 1. Advent

Auch dieses Jahr fand am ersten Advent wieder eine Weihnachtsfeier bei uns auf dem Wiesenhof statt. Es gab viele verschiedene Aufführungen zu bewundern und einige leckere Köstlichkeiten zu essen. Natürlich kam am Ende der Feier auch der Weihnachtsmann und brachte Lob für die Vereinsmitglieder und Schokolade für die Kinder mit, die er in seiner Kutsche mit den Weihnachtsponys transportiert hatte. In diesem Jahr berichten unsere Pferde von der Weihnachtsfeier.

Black Magic: Gleich am Morgen habe ich gemerkt, dass heute etwas anders ist: sonst kommen sonntags immer nur die Kinder vom Bambini-Club, die an meiner Box vorbeilaufen, aber an diesem Sonntag waren schon früh ganz viele Menschen auf dem Hof, die ganz schön aufgeregt umherliefen… und dann hörte ich die Musik! Das konnte ja nur die Weihnachtsfeier sein. Schließlich war es kalt draußen – und bei der anderen Feier ist es immer warm.
Viele Besucher waren offensichtlich extra gekommen, um eines der schönen bunten Vereins-T-Shirts oder ein Glücksbringer-Hufeisen von uns Pferden zu kaufen. Die gab es übrigens nicht nur tatsächlich von uns getragen, sondern wunderbar sauber und weihnachtlich silbern eingesprüht mit Fotos von uns Lehrpferden. 

Herr Schröder: Und auf einmal hatte ich diesen Geruch in der Nase. Es roch einfach verführerisch nach Würstchen und Pommes und, was meiner Meinung nach viel besser ist: Crêpes und Waffeln und ganz viele verschiedene Kuchensorten. Leider ist das alles ganz ungesund für uns Pferde. Trotzdem war es gemein, dass wir den vielen Besuchern nur beim Essen zuschauen dürften! Aber denen hat es anscheinend geschmeckt, so wie sie geschaut haben! 

Zottel: Die Kinder aus der Reitstunde am Montag holten mich plötzlich ganz aufgeregt aus meiner Box und fingen an, mich gründlich zu putzen – dabei bin ich doch so schon immer hübsch! Danach durfte ich zuerst in die kleine und dann in die große Reithalle. Da hab ich Augen gemacht! Alles war ganz toll geschmückt und viele Besucher standen am Rand und schauten mich an. Vor Stolz bin ich gleich ein bisschen gewachsen. Die Kinder der Reitstunde von Petra Petersen zeigten zusammen mit meinen Kollegen Emil und Herr Schröder die Geschichte des Pferdes und des Menschen. Dabei lernte sogar ich etwas über die Entwicklung des Pferdes seit dem kleinen Urpferdchen. 

Teddy: Selbst für mich alten Pferde-Opa war das schön, wie die großen Sportler bei Olympia in die Reithalle einzuziehen. Man hört ja so einiges über dieses große Sportereignis von den Menschen im Stall, wenn sie sich darüber unterhalten. Aber ich glaube, wir haben das sogar noch schöner und spannender gemacht mit den Kindern der Therapie und des Heilpädagogischen Reitens. Schließlich muss das erst einmal jemand nachmachen, so schwierige Turnübungen auf der Matte und von einem Pferd Gegenstände in einen Eimer werfen. Ich war ganz schön stolz auf die Kinder und fand es sehr nett, dass ich, obwohl ich in Rente bin, bei dem Einzug der Athleten dabei sein durfte! 

Nando: Eben war ich noch bei der Olympiade dabei und schon geht’s mit den Volti-Mädels der Gruppe III in die Halle. Mensch, bin ich ein tolles Pony! Ich kann verstehen, dass mich jeder bei seiner Aufführung dabei haben möchte! Dabei sind eigentlich die Voltigier-Kinder die Stars dieses Programmpunkts. Also solche schwierigen Turnübungen würde ich nicht hinbekommen! 

Sunny Boy: Was war ich glücklich! Schon in der kleinen Halle habe ich gespürt, dass es etwas Besonderes ist, was wir machen. Ich hörte Musik und ganz viele Leute waren da. Außerdem war meine Mähne eingeflochten und geschmückt. Ich freute mich so sehr, zeigen zu dürfen, was für ein tolles Pferd ich bin! Obwohl ich trotz meines Alters noch einer von den ganz großen bin, war ich schon fast ein bisschen aufgeregt. Aber als ich dann mit meinen Freunden zusammen in der großen Halle die Weihnachtsquadrille vorführte, war alle Aufregung verflogen. Alle Menschen staunten, wie schön wir und die als Tannenbäume verkleideten Menschen aussahen. Ich fühlte mich an meine Zeit als Turnierpferd zurückerinnert und gab mir besonders viel Mühe. Ich glaube, ich war auch wirklich toll, weil meine Reiterin sich nach der Aufführung bei mir bedankt hat. Das hat Spaß gemacht! Ich finde, wir sollten viel öfter zu Musik reiten, da läuft es sich doch gleich viel schwungvoller! 

Randy: Ganz viele bunte Geschenke sprangen auf meinen Rücken, während ich elegant durch das Weihnachtswunderland schwebte und von Karotten in Weihnachtsbaumform bestaunt wurde… oh… ist das jetzt schon aufgeschrieben? Naja, die Karotten könnt Ihr Euch wegdenken, die hab ich dazu gedichtet, aber der Rest ist fast wahr. Zumindest waren die Mitglieder meiner Volti-Gruppe I wie Geschenke angezogen und ich schwebe doch immer im Galopp! Nur das Scheinwerferlicht hat mich etwas gestört. Trotzdem war es eine gelungene Aufführung, die für viel Bewunderung im Publikum sorgte. Schließlich bin ich sehr groß und die Mädels und der Junge zeigen trotzdem spektakuläre Übungen auf mir, die sie auch noch mit der Musik abstimmen. Respekt!  

Elliot: Eins muss ich erst mal klar stellen: nur weil ich in der Aufführung vom letzten Einhorn den bösen Stier gespielt habe, bin ich nicht böse… nur manchmal ein bisschen kitzlig und genervt (im Alter darf man das doch sein, oder?). Nehmt mir das bitte nicht übel und schmust trotzdem mit mir, das mag ich wirklich gerne!
Aber zurück zur Aufführung: Da haben wir den Zuschauern wirklich eine tolle Geschichte erzählt! Zu Musik zeigten die Kinder aus der Dienstags-Reitstunde von Lisa-Marie Märcz mit uns die Geschichte von den Einhörnern im Zauberwald, die vom bösen Stier verjagt werden, bis auf eines, das letzte Einhorn. Das versöhnt sich mit dem Stier und holt alle anderen Einhörner wieder zurück in den Zauberwald. Das war eine wirklich schöne Geschichte! 

Boris und Conroy: Da sind wir kaum hier in unserem neuen Zuhause angekommen (lange wohnen wir noch nicht auf dem Wiesenhof), schon passieren lauter aufregende Dinge! Da holt uns doch tatsächlich der Nikolaus aus dem Stall und fängt an, uns wie Nikolauspferde zu schmücken. Dann sind wir an die Kutsche gekommen. Das kennen wir ja gut, weil wir das immer machen, und dann ging es in die Reithalle hinein. Mensch, was waren da viele Leute! Nachdem der Nikolaus eine kurze Ansprache gehalten hat, kamen ganz viele liebe Kinder aus der Besuchermenge zur Kutsche gelaufen und haben sich einen Schoko-Nikolaus abgeholt. Da sind auch wir in Weihnachtsstimmung gekommen, schließlich haben wir für den gelungenen Abschluss der Weihnachtsfeier von uns Pferden und den Menschen auf dem Wiesenhof gesorgt! 

First Lady: Als ich vor meiner Box angebunden war und man mich für die Quadrille hübsch machte, bemerkte ich den Zettel an der Tür. Weil ich ja sowieso nur darauf wartete, endlich in die Halle zu kommen, fing ich an, den Text zu lesen, der mit vielen hübschen Bilder verziert war. Da hatte jemand, ich glaube es war ein Kind aus einer Reitstunde, ganz nette Sachen über mich geschrieben! Ich schaute zu den anderen Boxen und überall hing so ein tolles Türschild. Ich fand die Idee total super und habe mich sehr gefreut, dass die Kinder mich und die anderen Pferde auf dem Hof so gerne mögen!  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0