Fünf Tage lang stand unser Vereinsbetrieb still – Freizeit hatten allerdings nur die Schulpferde. Während sie einfach nur Pferd sein durften und viel Zeit draußen in der Herde verbringen konnten, wurde auf dem gesamten Vereinsgelände fleißig geschraubt, gestrichen und repariert. Was in dieser Woche alles los war, wie viel Arbeit hinter einer solchen "Pause" steckt und warum sich der Aufwand gelohnt hat, erzählen wir euch hier.
Schulpferde leisten das ganze Jahr über viel: Reitstunden, Voltigiertraining, Reittherapie, Ferienkurse, immer wieder wechselnde Reiterinnen und Reitern und darunter oft auch Reitanfänger, die noch nicht alles richtig machen. Genau wie wir Menschen brauchen auch sie ab und zu eine echte Auszeit, in der einfach nichts von ihnen erwartet wird. Die letzte Woche war genau das: eine Pause ganz ohne Programm.
Während bei uns auf dem Gelände gearbeitet wurde, hatten unsere Pferde nur eine Aufgabe: Pferd sein. Wann immer das Wetter es zuließ, verbrachten sie ihre Zeit auf dem Paddock – gemeinsam fressen, dösen, spielen und sich ausgiebig wälzen. Weil die Sommerhitze das Gras in diesem Jahr stark mitgenommen hat, gab es draußen nicht nur Wasser, sondern zusätzlich auch Heu, damit immer etwas zum Knabbern bereitlag.
In den heißesten Mittagsstunden zogen sich unsere Vierbeiner in ihre Boxen zurück – und wollten anschließend umso lieber wieder raus. Ein besonderes Highlight war für sie vermutlich der Tag, an dem ein kurzer Regenschauer alles etwas angefeuchtet hatte: Für uns kaum der Rede wert, für unsere Pferde offenbar der perfekte Moment für ein ausgiebiges Sandbad.
Auf dem Vereinsgelände war von Urlaub ansonsten wenig zu spüren. Die gesperrten Reithallen boten endlich die Gelegenheit für Arbeiten, die im laufenden Betrieb kaum möglich gewesen wären. Im Mittelpunkt stand die Reparatur unserer Beregnungsanlage, die den Hallenboden zuletzt nicht mehr gleichmäßig bewässert hatte. Gemeinsam mit einer Fachfirma wurde sie komplett überprüft und instand gesetzt.
Für diese Arbeiten war eine Hebebühne nötig, die wir gleich doppelt genutzt haben: An der Rückwand unserer Reithalle wurden die alten, über die Jahre vergilbten Lichtplatten ausgetauscht. Jetzt kommt deutlich mehr Tageslicht in die Halle. Während man die neuen Düsen der Beregnungsanlage nicht auf den ersten Blick erkennt, ist das ein Unterschied, den man wirklich sofort sieht.
Arbeiten wie diese kosten nicht nur Zeit, sondern natürlich auch Geld. Die Miete für die Hebebühne, das Material und die Unterstützung durch eine Fachfirma für die Beregnungsanlage haben spürbar zu Buche geschlagen. Vieles konnten wir nur stemmen, weil unser Team einen großen Teil der Arbeiten selbst übernommen hat – trotzdem bleibt am Ende ein Betrag, den ein gemeinnütziger Verein wie unserer nicht einfach nebenbei aufbringt. Ihr könnt uns aber gern mit Spenden unterstützen – aktuell läuft unsere große Spendenaktion zum 40-jährigen Vereinsjubiläum.
Neben der Beregnungsanlage und den Lichtplatten standen zahlreiche weitere Aufgaben an: Reparaturen an Hallenbande, Dach und Regenrinnen, Malerarbeiten, gründliches Aufräumen und Saubermachen – und natürlich die tägliche Versorgung unserer Pferde mit Ausmisten, Füttern und allem, was dazugehört. Denn auch wenn kein Unterricht stattfindet: Unsere Pferde müssen weiterhin jeden Tag versorgt werden. Auch das kostet, selbst wenn offiziell alles pausiert, weiterhin Zeit, Kraft und Geld.
Manche der Arbeiten, die in der vergangenen Woche umgesetzt wurden, fallen sofort ins Auge. Vieles bleibt unsichtbar. Aber alles davon ist nötig, um unser Vereinsgelände sicher und funktionstüchtig zu halten.
So viel in so kurzer Zeit umzusetzen, war nur deshalb möglich, weil unser Team diese Woche vollen Einsatz gezeigt hat. Während unsere Pferde ihre Auszeit genossen, wurde bei hochsommerlichen Temperaturen geschleppt, geschraubt, gereinigt und organisiert – von morgens bis abends, damit unsere Reitschülerinnen und Reitschüler, Voltigierer, Therapiekinder und natürlich unsere Pferde von einem gepflegten und funktionierenden Umfeld profitieren können. Danke an das gesamte Team, das diese Woche so toll angepackt und so viele Dinge umgesetzt hat!
Wie viele Stunden Arbeit dahinterstecken, in unserem Verein alles am Laufen zu halten, bleibt oft verborgen – gerade deshalb ist es uns wichtig, sie heute einmal sichtbar zu machen.
Ab jetzt kehren die Reitschüler, Voltigierer und Therapiekinder zurück. Unsere Pferde starten hoffentlich gut erholt in die kommenden Wochen, in denen auch noch drei Ferienkurse anstehen. Die Reithallen sind wieder einsatzbereit und auf unserem Gelände ist einiges schöner und funktionsfähiger geworden. Die Pause hat sich gelohnt – für unsere Pferde genauso wie für unseren Verein.





















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