Seit 2022 begleitet uns das Thema Deichrückverlegung – mit vielen offenen Fragen, langen Wartezeiten und jeder Menge ehrenamtlicher Arbeit im Hintergrund. Jetzt wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor – und damit auch neue Informationen für unseren Verein. Was in den letzten Monaten passiert ist und wie die aktuellen Planungen rund um unser Vereinsgelände jetzt aussehen, lest ihr hier.
Wer unseren Beitrag vom Februar 2025 gelesen hat, weiß, wie viel Ungewissheit die geplante Deichrückverlegung zwischen Flörsheim und Eddersheim für unseren Verein bedeutet hat. Zwischendurch ist immer wieder monatelang nichts passiert – zumindest nichts, worüber wir Informationen erhalten hätten, denn die zuständigen Stellen haben natürlich weiter an dem Projekt gearbeitet. Nun gibt es auch für uns offizielle Neuigkeiten. Wir bringen euch auf den neuesten Stand.
Schon im Februar 2025 hatten wir eine umfangreiche Einwendung erarbeitet und eingereicht. Neben all der anderen ehrenamtlichen Arbeit im Verein war das zeitlich intensiv und vor allem ungewohnt: Wer rechnet damit, dass man irgendwann gegenüber der Stadt Hattersheim und dem Regierungspräsidium Darmstadt schriftlich Einspruch gegen einen geplanten Deichbau erheben muss, wenn man eigentlich seine Freizeit mit Pferden verbringen möchte? Und vor allem: Wie schreibt man eine solche Einwendung und was muss alles rein?
Das fertige Dokument hat Rückfragen und Forderungen in acht unterschiedlichen Bereichen aufgezeigt. Alle wichtigen Punkte sind darin gelandet: der drohende Verlust der Koppelflächen, die Frage nach Genehmigungen für die Umsetzung der Zäune und unseren Therapiereitweg, die Zufahrtssituation, die Parkplätze und der zusätzliche Aufwand durch längere Wege. Dabei ging es nicht darum, die notwendige Sanierung des Maindeiches zu verhindern – wir wollten nur verstehen, was die Planungen ganz konkret für unseren Verein bedeuten, und den Fortbestand unseres Vereinsbetriebs sichern.
Im April 2025 kam – mit sehr kurzem Vorlauf – die Einladung zum Erörterungstermin des Planfeststellungsverfahrens. Eingeladen waren alle, deren Meinung gehört werden musste: Alle, die eine Einwendung eingereicht hatten, und verschiedene Ämter und Organisationen, die aus unterschiedlichen Sichtweisen das Projekt prüfen und beurteilen sollten. Deshalb wurden auch gleich zwei volle Tage dafür angesetzt, natürlich wochentags. Die Rückfrage, ob uns vorab ein konkreter Zeitpunkt genannt werden könnte, wann unsere Einwendung diskutiert wird, wurde verneint: Man müsse schon die ganze Zeit über da sein.
Da wir ehrenamtlich im Verein arbeiten und eigentlich ganz anderen Berufen nachgehen, hieß das für unsere Vorsitzenden Katrin und Daniela: kurzfristig Urlaub nehmen, um den ganzen Tag lang dabei sein zu können. Und tatsächlich war das auch notwendig, denn die Diskussion war nach Themen aufgeteilt und jede unserer Rückfragen war einem anderen Themenbereich zugeordnet. Schon in der Mittagspause wurde uns zu verstehen gegeben, dass unsere Bedenken gehört wurden, aber danach: Stille.
Versprochene Rückmeldungen kamen nicht, Nachfragen blieben unbeantwortet. Während der Veranstaltung war darüber informiert worden, dass allen Einwendern schriftlich mitgeteilt würde, sobald der Planfeststellungsbeschluss vorliegt – also blieb auch uns nichts anderes übrig als abzuwarten.
Der Beschluss ist da
Jetzt, mehr als ein Jahr nach dem Planfeststellungsverfahren, hat das Regierungspräsidium Darmstadt den Planfeststellungsbeschluss für das Projekt offiziell an die Städte Hattersheim und Flörsheim übergeben. Wir haben ihn, wie angekündigt, per Post erhalten.
Für unseren Verein enthält der Planfeststellungsbeschluss positive Neuigkeiten: Auf unsere Initiative hin wurde nach dem Erörterungstermin eine Planänderung eingereicht und letztendlich beschlossen, dass der Deich auf Höhe unseres Vereinsgeländes nicht ins Landesinnere verlegt werden soll. Er soll stattdessen in seiner bisherigen Trasse saniert werden.
Diese Nachricht ist für uns eine echte Erleichterung – wir haben uns sehr gefreut, diese Entscheidung im Planfeststellungsbeschluss zu lesen, und sind stolz darauf, dass wir das erreicht haben.
Was noch offen ist
Komplett entspannt zurücklehnen wollen wir uns allerdings noch nicht. Denn natürlich gibt es immer noch viele offene Fragen, ganz besonders zur Bauphase an sich. Was bedeutet die Sanierung des bestehenden Deichs für das hintere Ende unserer Koppeln – verlieren wir da eventuell Fläche und müssen Zäune neu setzen, dauerhaft oder zumindest während der Bauphase? Und wenn ja, wer bezahlt das? Kann unser Vereinsgelände während der Bauphase ganz regulär erreicht werden oder gibt es durch die Baustelle vielleicht Beeinträchtigungen bei der Zufahrt? Wann und wie lange wird auf Höhe unseres Vereinsgeländes gebaut?
Darüber hinaus können alle Beteiligten nach einem Planfeststellungsbeschluss grundsätzlich noch Einspruch einlegen. Ob dies von anderer Seite passiert und es dadurch vielleicht noch einmal Änderungen an den Planungen gibt, bleibt also genauso offen wie das genaue Timing der nächsten Schritte.
Wir bleiben dran und halten euch natürlich auf dem Laufenden, wenn es weitere Neuigkeiten gibt.





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Petra Petersen (Freitag, 22 Mai 2026 22:53)
Wau . Alle Achtung für das , was Katrin Förster und Daniela Hermann da für den RSG geleistet haben ! ! ! Vielen Dank für die vielen Stunden Ehrenamtlicher Arbeit für den Verein und den Kampf für den RSG...